Tag 7: Müdigkeit und Kampfgeist in den „Dolomiten-Highlights“

Gestern haben wir noch brav bei der Pasta-Party Energie geladen – aber das fiel auch nicht schwer bei der klasse Verpflegung durch die lokale Schützenkompanie mit Lasagne und „Hendl“! Diesmal kamen sogar zwei Bilder der Profi-Fotografen von mir in der abendlichen Fotoshow „Bilder des Tages“. Danach sind wir dann bald ins Bett unserer kleinen gemütlichen Ferienwohnung.

Am Morgen habe ich mich wegen der Achillessehnen-Probleme vorsichtshalber tapen lassen, was auch sehr gut geholfen hat. Leider nicht gegen meine generelle Müdigkeit und so hatte ich gerade auf den ersten 12 nur flach ansteigenden Kilometer und im ersten Anstieg doch meine Probleme, das recht zügige Tempo der Top10/20-Läufer mitzugehen.

Auch die tollen Landschaftsausblicke später in den „Dolomiten-Highlights“ konnten mir heute nicht so richtig Kraft geben. Dabei ging es auf unserer vorletzten Etappe von St. Vigil in Enneberg nach Niederdorf über fast 42 Kilometer und 2000 Höhenmeter wieder durch traumhafte Landschaften.

Nach dem steilen Anstieg zur Senneshütte liefen wir über die Sennes Hochfläche (eine der schönsten Hochalmen in den Dolomiten) zur Seekofelhütte und über den Alta Via Dolomiti Nr. 1 zum  Pragser Wildsee. Von dem „durften“ wir dann noch einmal einige hundert Meter hoch auf die Weißlahnscharte, bevor es nochmal 10 Kilometer abwärts bis ins Ziel ging. Zum Glück nur ca. 3 Kilometer davon im fels-gerölligen Steilhang…

Die Müdigkeit und die schweren Beine haben es mir heute nicht einfach gemacht und nach dem ersten Downhill/Abstieg waren meine Beine erst total zu. Aber als uns dann unsere spanischen „Verfolger“ im Gesamtranking fast eingeholt hatten, haben wir nochmal ein wenig aufgedreht und durften schlussendlich wieder auf Platz 10 einlaufen – und unseren Vorsprung um 5 Minuten ausbauen.

Der Zieleinlauf in der strahlenden Sonne war toll, aber ich brauchte erst einige Zeit, um das vielfältige Recovery und die Atmosphäre im Zentrum des Ortes mit den hohen Bergen drumherum genießen zu können (auf dem anderen Foto im Liegestuhl sehe ich noch müder/angestrengter aus, das musste ich zensieren :-)).

Nach etwas Problemen, unser Hotel im Nachbarort zu finden und einem weiteren 3-Kilometer-Fußmarsch bis dahin, hat aber noch alles gut geklappt und ich konnte pünktlich zurück zum Zielort und die Massage draußen in der Sonne „genießen“.

Nun sind wir gespannt auf die letzte Etappe morgen – und freuen uns ehrlicherweise auch auf das Ziel…

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