Unglaubliches Er/l/gebnis: Marathon Palma 2013

Unglaubliches Er/l/gebnis: Marathon Palma 2013

Vom Trail „zurück“ auf die Straße – oder auch: „Wenn man Lust hat zu/am Laufen, muss man laufen…“ (Daniela Z.)

Das Ziel

Ein toller Sonnenlauf...
Ein toller Sonnenlauf…

Vom Erlebnis her war natürlich der „Transalpine 2013“ mein Saisonhöhepunkt. Allerdings rief der auch noch vorhandene leistungsorientierte Sportler in mir noch nach einem Wettkampf zum Abschluss der Saison.
Eigentlich sollte das der erstmalig stattfindende „Trail-Marathon“ Heidelberg sein, aber dann kamen mit der nachträglichen Urlaubsverschiebung auf den Termin des „TUI-Marathons Palma de Mallorca“ und dem Nachrücker-Startplatz über das „Team Erdinger Alkoholfrei“ gleich zwei Dinge zusammen.
Also doch nach langem mal wieder ein Straßen-Marathon! Und nach den verschiedensten Sport-Events des Jahres (lang/kurz, langsam/schnell, angeschlagen/fit, Wettkampf/Genuss, Sonne/Regen, …) wollte ich doch nochmal wissen, ob ich auch noch einen schnellen flachen Marathon laufen kann. Gerne wollte ich dabei dann schon auch meine „Sub 3“ bestätigen, aber ohne allzu großen Druck.

Die Vorbereitung

Mit den VereinskollegInnen vor dem Start
Mit den VereinskollegInnen vor dem Start

Auch wenn es weniger war als 2012 bin ich bisher auch dieses Jahr viel gelaufen und habe (abwechslungsreich) viel Sport gemacht. Ab und zu habe ich Elemente aus dem Marathonplan entnommen, aber keinen 12-Wochen-Plan verfolgt und insgesamt wenig Intervalle oder Tempoläufe gemacht. Nach dem Transalpine habe ich probiert, noch einige wenige davon (Intervalle, 2-3 Tempoläufe im MRT) einzuschieben. Teilweise um 5:30 Uhr morgens – mit Stirnlampe. 😉 Aber von einer richtigen Marathon-Vorbereitung war das weit entfernt.
Auch die „Tapering-Phase“ eines solchen Planes habe ich nur annähernd eingehalten und musste die Woche vor dem Marathon im Urlaub auf Mallorca die Natur einfach auch sportlich genießen: Herbsturlaub 2013: “Malle ist nur einmal im Jahr…”
Ich habe zwar weniger gemacht, als ich sonst unterwegs gewesen wäre, aber wegen ein paar Sekunden mehr/weniger auf dem Marathon wollte und will ich keines der Erlebnisse vorher missen. „Sch…-egal – Malle ist nur einmal im Jahr!“ 🙂
Und so war auch in allem anderen der relaxte Urlaub mit meiner Frau viel wichtiger als eine Fokussierung auf den Marathon. Aber gerade so ein Urlaub kann total gut tun und sogar direkt-Marathon-helfende Überraschungen bieten: Den Abend vor dem Marathon habe ich alle Vorbereitungsgedanken sein gelassen und wir hatten beim 4-Gänge-Menü und „local wine“ einen sehr schönen (Abschieds-) Abend zusammen mit Heide und Rolf, die wir am Hotel-Pool kennengelernt hatten. Und Heide (Kosmetikerin) hat vor dem Abendessen noch spontan meine Beine massiert, die doch von der/den letzten Woche leicht angeschlagen und im Bereich der Oberschenkel-Rückseite arg schmerzhaft waren. Das tat gut – mal abgesehen von den netten Gesprächen dabei über „Yoga“ und eine gesunde/ganzheitliche Lebenseinstellung.

Der Lauf

Unterwegs II - aufgenommen vom Inliner-Fotografen
Unterwegs II – aufgenommen vom Inliner-Fotografen

Am Sonntagmorgen ging es nach einem kurzen Frühstück mit „Schok-Mok“ (Schoko-Kaffee-Mix), Müsli und Nutella-Toast nach Palma.
Im Startblock „A“ bin ich mit Heiko recht weit nach vorne gegangen, denn er hatte natürlich Recht: „Wer TOP50 laufen will, kann auch bei den ersten 50 stehen.“ Wir haben uns nett gegenseitig motiviert, aber die Tage vorher schon festgestellt, dass wir unterschiedliche Renntaktiken haben: Konservativer Start bei Heiko vs. möglichst gleichbleibende Pace bei mir.
Allerdings lief es bei mir eher auf eine „arg optimistische“ Strategie hinaus – mit einem Schnitt von unter 4:00min/km (nicht nur) auf den ersten Kilometern, denn bis Kilometer 10 (hauptsächlich flach in den Hafen, beim Wendepunkt zwei fiese kleinere Steigungen) war ich an einer recht schnellen Gruppe dran. Dort wurde ein Läufer von einem Fotografen auf Inlinern begleitet, der auch 1-2 Fotos von mir gemacht hat – muchas gracias, Manuel!
Habe aber zum Glück noch rechtzeitig gemerkt, dass das Tempo so nicht durchzuhalten ist und habe dann nach km10 leicht reißen lassen.

Unterwegs III - vor der Kathedrale
Unterwegs III – vor der Kathedrale

Durch die City (auch etwas „hügelig“) bin ich dann alleine, aber mit viel Spaß „beim Sightseeing“ weiter. Der Abschnitt war echt klasse: Durch schöne Altstadtgassen, über die Plaza Mayor, vorbei an der Kathedrale La Seu, durch verwinkelte Gassen und vorbei an hübschen Flamenco-Tänzerinnen, ääääh – meiner im Cafe sitzenden Frau ;-), was zusätzliche Motivation gab. So war ich bis zum HM weiter richtig gut dabei, auch wenn die Oberschenkel hinten langsam schmerzhafter wurden. Dafür war der Puls die meiste Zeit sehr weit unten.
Die 10 Kilometer raus Richtung Flughafen (teilweise im Wind – und kurzzeitig leichtem Nieselregen, tsts) waren doch etwas demotivierend und nicht ganz so schön. Da hatte ich wohl keinen Spaß dran und bin daher wieder unter 4:00min/km gelaufen, wie ich im Nachhinein sehen kann. 😉 Bei Kilometer 30 kurz vor der Schinkenstraße/dem „Ballermann 6“ gab es den Wendepunkt (und eine Powerzone) und es ging am Wasser/der Promenade zurück nach Palma. Und das im Sonnenschein! Das war schon superklasse und ich habe dann nochmal etwas aufgedreht, einige Plätze gut gemacht und dabei auch einen Großteil meiner schnellen Gruppe vom Anfang noch überholen dürfen.
Ab Kilometer 30 habe ich gemerkt, dass es wohl auf unter 2:55 herauslaufen könnte. Die Zeit von 2:50:41 im Ziel und die (später erfahrene Platzierung als 2. Deutscher und 11. gesamt) hat mich dann doch sehr überrascht.
Ja – ich bin schon etwas fertig ins Ziel gekommen, hatte aber insgesamt sehr viel Spaß beim Lauf und war danach auch sehr schnell wieder ganz gut erholt. Musste ja auch direkt nach Bierchen/Dusche weiter zum Flieger.

Der Event

Das Schoko-Croissant viel leckerer und bedeutsamer als das Erdinger...
Das Schoko-Croissant viel leckerer und bedeutsamer als das Erdinger…

Der Marathon in Palma ist wirklich ein klasse Event und der Veranstalter-Slogan „Der schönste Inselmarathon der Welt.“ bestimmt nicht ganz weit hergeholt. Die Organisation war klasse (wenn auch manchmal sicherheitstechnisch arg streng, wenn man unbedingt vorne wieder in die Läufer-Area musste, wenn man die „Ausgangs-Linie“ um einen Meter überschritten hatte), die Strecke ist toll und die Atmosphäre trägt einen über viele Kilometer der Strecke. Zumal in strahlendem Sonnenschein…

Für mich war dieser Event aber nur ein ganz tolles Erlebnis eines „tollen Gesamtpakets“ Urlaub, für das ich sehr dankbar bin!
„Malle ist nur einmal im Jahr!“ – schade drum…

Vielen Dank für die Fotos u.a. an:

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