Tag 3: „Überpacet“ oder „Des passt schoan!“?!

Der Tag in Kitzbühel begann mit einem Frühstart (7:00) – daher war Aufstehen um 5:00 Uhr angesetzt. Das konnte unsere sehr nette Wirtin im Gästehaus Senoner aber nicht schocken und so gab es auch um die Zeit schon ein leckeres Frühstück für uns – sogar mit persönlich zubereitetem Rührei. Nach der doppelten Nudel-Portion gestern hat das dann nochmal die Powerbasis für die heutigen 46,5 Kilometer und 2200 Höhenmeter nach Neukirchen (AT) gelegt.

Direkt nach dem Start ging es steil aufwärts: Es „rief uns“ die berühmte „Streif“ bei Kitzbühel. Naja, ich weiß jetzt schon, warum die Skifahrer auf dieser Strecke in anderer Richtung unterwegs sind… Aber der Weg war an vielen Stellen auch steil-laufbar und wir sind in ganz gutem Tempo den Berg hoch. Wenn sogar Florian mich schon mehrfach fragt: „Sag mal, überpacen wir hier nicht gerade?!“, dann will das ja schon was heißen. Aber ich hatte die letzten 7 Kilometer Downhill am Ende der Etappe vor Augen und wollte wenigstens ein wenig Zeit rausholen, bevor wir dort wieder wegen meiner Downhill-(Un-)Fähigkeiten eingesammelt werden. 😉

Oben im Aufstieg haben wir uns nett mit Jürgen von GORE-TEX unterhalten, der hier einen echt starken Transalpine läuft. Und der ja, wie auch Annette und Patric, die wir hier ebenfalls wiedertreffen dürfen/durften, durch das Trailruncamp in den Dolomiten Mitte letzten Jahres eigentlich „Schuld“ ist, dass wir überhaupt hier sind. An manchen Stellen der Etappe habe ich da ehrlicherweise auch drüber geflucht, aber insgesamt überwiegt die Freude und Dankbarkeit über den Weg, der sich seitdem für mich mit allen tollen Erlebnissen ergeben hat!

Oben ging es dann über einen viele Kilometer langen, leicht hügeligen Trail hoch auf über 2000 Metern. Zwar sehr wolkig und „foggy“ (und recht zugig), aber gut laufbar – und wir hatten dort richtig Spaß!

Auch sonst waren wir wieder sehr gut unterwegs, so dass uns beim Bergab-Laufen und dem abschließenden Downhill (auf der recht bekannten MTB-Downhill-Strecke hier) nicht ganz so viele Leute überholt haben. Aber manche wirklich in einem unglaublichen Tempo – da habe ich kaum Füße auf dem Boden gesehen. Unglaublich – neben meiner Langsamkeit auch die Schmerzen in den Beinen: „F… Downhill!“

Im Ziel hat uns Alexander von HIGH5 sehr nett begrüßt und ein tolles Zielfoto gemacht. Und hat uns erstmal mit Recovery-Drinks und Riegeln versorgt. Dabei war diese Etappe tatsächlich schon powered by (Florian natürlich, aber auch:) HIGH5. Denn als wir gemerkt haben, wie gut wir im Ranking sind, haben wir die Pausen an den Verpflegungsstationen recht kurz gehalten und ich habe meine Power neben etwas Nüssen, Bananen und nur wenig Kuchen hauptsächlich über die Energie-Bars und Gels zu mir genommen. Es hat wohl geholfen: Platz 13 in unserer Kategorie „Men“ und eine Zeit von 5:38:55 (nur eine Stunde hinter den führenden Profis)!
Insofern kann ich die Eingangsfrage mit unserem heute desöfteren gefallenen „Des passt schoan!“ beantworten. Nun muss das „nur noch“ 5 Etappen „so passen“.

Neben dem erstmalig probierten (und tatsächlich leckeren) HIGH5-Protein-Recovery-Shake gab es natürlich auch ein ausführliches Läufer-Recovery mit dem obligatorischen Weizenbier bei GORE und diversen leckeren Sachen – u.a. diesmal sogar mit Eis!

Nach einer schönen Dusche im Hotel direkt nebenan ging es dann zur Pasta-Party – oben auf der Berghütte „Wildkogel“, wo wir heute schon mal vorbeigelaufen sind. Aber diesmal mit der Seilbahn. Und diesmal im strahlenden (Abend-) Sonnenschein – und mit schönem Sonnenuntergang.

Was für eine Aussicht – die Berge sind schon einfach der Hammer. „Motivated by nature…“

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