Tag 2: Eine Etappe fernab von Raum und Zeit…

„35 Kilometer – die kürzeste Etappe des TAR 2012?! Das wird ja eine lockere Runde!“ Von wegen…

Im Gegensatz zu gestern fernab jeglicher Läufer-Zeiten/Paces (die ja ohnehin für Bergläufer untypisch sind) ging es heute für uns durch die Berge.

Direkt nach 2 Kilometern auf der flachen Straße (auf denen mich noch ein Läufer-„Kollege“ von den Beinen geholt hat – na, bin ich denn beim Citylauf mit Anfängern hier, bei dem es auf Sekunden ankommt?! – Aber kleine Schürfwunden halten die SharxX ja nicht auf! ;-)) ging es in einen steilen Anstieg mit fast 600 Höhenmetern. Dieser war definitiv nicht laufbar und wir sind bis zum Höhenweg zügig-steil „berggewandert“. Einige Passagen waren sogar mit Seilsicherung, weil es doch recht steil runterging. Oben entschädigte ein sehr schöner Trail über einen Höhen-Wanderweg über die Kaiserniederalm bis zur Oberen Regalm, wo uns der erste Verpflegungsstand versorgt hat. Nachdem wir heute morgen so früh starten und uns das Frühstück im Hotel selbst machen/aus dem Kühlschrank nehmen mussten, tat das sehr gut…

Dort oben in den Wolken, durch die teilweise die Sonne durchbrach, war es teilweise etwas surreal – wie fernab der Welt/vom gewohnten „Raum“.

Weiter ging es hoch bis auf den Brennenden Palven auf 1555Hm – und direkt wieder abwärts. Florian hat dabei ein wenig meine Downhill-Technik optimiert und wir sind ganz gut runtergekommen. Um dann von unten auf 772Hm direkt wieder fünfhunder Meter hoch zur Bergstation Astberg auf 1246Hm zu laufen/steigen. Wir mussten ja auch irgendwie auf die fast 1800 Höhenmeter gesamt kommen…

Nach dem Start im ganz leichten Nieselregen und dem Höhenweg meist durch die Wolken klarte es ab da an auch auf – und wir konnten sonnige 13 Kilometer bis nach Kitzbühel genießen. Viele Zuschauer an der Strecke haben uns angefeuert und die Stimmung in Kitzbühel war total klasse. Die schweißnassen Shirts zum Trocknen ausgezogen haben wir mit „Würstel“, Weißbier und „Kuchen all you can eat“ aufgetankt. Vielleicht nicht so die gewöhnliche Sportler-Nahrung, aber sehr lecker und wohltuend nach den fast 5 Stunden durch die Berge. Und zudem wohlverdient für eine Platzierung unter den TOP20…
Florian ist wirklich ein super Partner – im Team und auch als Läufer. Er zieht/quält mich hier ganz schön durch die Berge. 😉

Nun sind wir nach der Massage – mal wieder bei Claudio vom klasse und netten Team von Outdoor-Physio – auf dem Weg zur Pasta-Party im sonnigen luxuriösen Kitzbühel, das gerade neben vielen Gästen in Pferdekutsche, mit dicken BMWs und großen goldenen Sonnenbrillen auch barfußlaufende Läufer mit nacktem Oberkörper begrüßt…

Morgen warten 46,5 Kilometer und über 2250 Höhenmeter auf uns – aber das man in den Alpen nicht nur nach „einfachen“ Zahlen gehen kann, haben wir heute ja gesehen. Auch wenn die Frühstückszeit morgen mit 5:15 Uhr (Start um 7:00 Uhr) eine „unschöne Zahl“ ist, freuen wir uns auf jeden Fall auf morgen!

2 thoughts on “Tag 2: Eine Etappe fernab von Raum und Zeit…

  1. Kaum zu glauben, dass Du auch mal „gezogen“ wirst. Und unglaublich, dass Dich der Läufer von den Beinen geholt hat. Tztz. Die Hektik wird ihm sicher noch vergehen, im Laufe der nächsten Tage!
    Von der „Optimierung der Downhill-Technik“ möchte ich bitte mehr erfahren, wenn Du wieder da bist. Der Bittermarktrail bietet ja ein paar nette Bergabpassagen 🙂

  2. Markus

    Servus Jens!
    Hab jetzt erst mitbekommen, dass du den TAR läufst.
    Ich wünsch dir viel Erfolg und komm mir sicher in´s Ziel. Und diesmal ohne Dieter Hoenes Gedächtnishut!
    Wenn du Gerd siehst, dann richte ihm Grüße von mir aus.
    Drück dir die Daumen
    Markus

    Ps: Tach Heiko.

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