Kein 404-Error: „Trail (and fun) found!“

Kein 404-Error: „Trail (and fun) found!“

Eigentlich wollte ich die Trail-Saison mit dem Trail-Marathon in Heidelberg ja abschließen, aber dann habe ich mich kurzfristig doch dazu entschieden, der Empfehlung vieler Freunde (und Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft) zum „Trail Uewersauer“ in Luxemburg zu folgen.

Da gehts lang...
Da gehts lang…

Aber das schöne Lauf-Wochenende fing schon am Samstagmorgen an: Der monatliche Ruhrklippen-Lauf mit dem Lauftreff stand im Kalender und ich war wieder als Führung der 5:30er-Gruppe eingeteilt. Zu diesem Lauf kommen auch immer wieder viele Gäste von außerhalb. Bei netten Gesprächen mit alten und neuen Bekannten liefen wir aus dem Nebel in die schöne Herbst-Sonne. Auch wenn wir bei und nach dem Lauf sehr gut von Raimund und Silvana mit Lebkuchen und selbst gebackenem Kuchen versorgt wurden, habe ich danach noch zusammen mit Heiko nett gefrühstückt, bevor es gemeinsam zum Yoga ins Fitness-Studio ging – die optimale Ergänzung für Läufer (Dehnung, Entspannung und etwas Kraft für den Rumpf/Rücken). Und ein Saunagang war auch noch drin.

Danach ging es für mich direkt auf die Reise nach Luxemburg.

Letzte Chance: PizzaHut
Letzte Chance: PizzaHut

Verabredet war ich in Düsseldorf zur gemeinsamen Weiterreise mit Raimund und Birger. Letzteren kannte ich nur von Facebook, Raimund hatte ich bei Lauf-Events (u.a. dem Transalpine) schon einige Male kurz getroffen. Eigentlich keine so nahe Bekanntschaft, um direkt zusammen ins 3-Bett-Zimmer zu ziehen, aber bei den Trail-Läufern ist ja alles etwas anders. 🙂
Und die beiden sind wirklich „echte“ Trail-, bzw. sogar eher Ultra-Läufer. So diente der Lauf in Luxemburg den beiden nur als Vorbereitung für den 140-Kilometer-Lauf „KoBoLT“ am Wochenende. Unglaublich!
Unglaublich (unterhaltsam) aber auch die ganzen Erzählungen, Gespräche und Späße die ganze Zeit über…

In Heiderscheid angekommen, habe ich noch nachgemeldet und die Startunterlagen abgeholt. Dann ging es zum B&B-Hotel im 10 Kilometer entfernten Pommerloch – ein sehr kleiner Ort mit einem Hotel, einem Einkaufszentrum und 4 (vier!) Tankstellen. Eine davon hat Birger direkt zum wirklich äußerst günstigen Tanken genutzt.

Das Essen im anliegenden Hotel war doch nicht so ganz günstig, so dass wir zur einzigen ALDI-Alternative „Pizza Hut“ sind. Dort gab es aber ein echt gutes Menü mit Salat vom Buffet, einem Nudel- oder Pizza-Gericht, einem Bierchen und Kaffee/Schokolade hinterher für 12,90 Euro. Bzw. günstig erweiterbar um ein Dessert (z.B. warmer Apfelkuchen mit Vanille-Eis und Sahne). Keine Frage! 🙂
Das war eine sehr leckere und lustige Pasta-Party. Dann auf ins 3er-Zimmer mit letzten Vorbereitungen für den Lauf – bei weiterhin viel Erzählungen.

Laufen im Nebel
Laufen im Nebel

Nach einem guten Frühstück im B&B („Toast met Hagelslag“ – original Benelux-Schoko-Power) fuhren wir zum Start, wo das Treffen mit Bekannten weiter ging (Petru vom PearlIzumi-Team, Martin von den Mullerthal-Trails, Luigi, …).
Das lenkte ein wenig ab, denn um ehrlich zu sein hatte ich ganz schön Respekt vor der Distanz und dem, was da auf mich zukommt. So oft bin ich die 50 ja auch noch nicht gelaufen.

Superschnell ging es los und als wir nach 5 Kilometern (ok, schon abwärts) bei ’ner 4:20 pro Kilometer lagen, habe ich Petru und andere ziehen lassen und bin im Anstieg ruhig-zügig mein Tempo hoch. Da habe ich erst einen netten Luxemburger getroffen, der auch gerade vor 2 Wochen auf Mallorca war (u.a. auch als Trailrun auf dem Massanella – unglaublich).
Danach habe ich dann Birthe getroffen und wir haben ein wenig gequatscht. „Are you leading woman?“ – „Yes – currently.“ „Where do you come from?“ – „Trier.“ Aha – also auf Deutsch weiter. 😉

Habe ich an der Verpflegungsstation wieder gebummelt?
Habe ich an der Verpflegungsstation wieder gebummelt?

Nicht nur, weil sie sehr nett war und eine PearlIzumi-Tights an hatte ;-), sondern um selbst nicht zu überpacen und den Lauf auch etwas mehr zu genießen bin ich von da an mit ihr gelaufen. Beim Downhill musste ich mich dann etwas beeilen, dafür durfte ich sie an den Anstiegen motivieren und zuquatschen. Da bekam ich dann auch manchmal keine Antwort mehr. Nachträglich klären konnten wir aber, dass sie mir meine Motivationsanrede „Määääädchen…“ nicht übel genommen hat. Bei so einem Lauf fehlt mir dann doch manchmal etwas Energie für eine 100%ig adäquate Wortwahl fremden Frauen gegenüber. 😉

So gingen die Kilometer durch tolle Landschaften und über schöne Trails doch recht schnell dahin, auch wenn wir zwischen Kilometer 35 und 45 doch einen leichten Hänger hatten und es etwas zäh wurde. Aber für meine „Lieblingsdisziplin“ Anstiege hatte ich immer noch genügend Kraft, um vorweg zu laufen und als Motivator darf man seine eigene Müdigkeit ja nicht so zeigen – was auch gut ablenkt…

Foto mit Siegerin!
Foto mit Siegerin!

Gemeinsam haben wir dann gut das (und Birthes) Ziel erreicht und sie hat ihren Vorsprung auf die zweite Frau locker gehalten: Gesamtsieg der Damen – herzlichen Glückwunsch! Und ich habe noch 4 Läufer nur eine Minute vor mir gehabt und die TOP20 nur knapp verpasst: 04:35.29 auf Rang 22 gesamt. Auch damit kann ich mehr als zufrieden sein.

Insofern war das alles schon sehr zügig und anstregend und viel schneller als erwartet, aber nicht am kompletten Limit. Und das ist/war auch gut so. Mir hat es großen Spaß gemacht und Birthe war glücklich über ihren Sieg und dankbar für die Hilfe. Und die Lasagne danach war auch sehr lecker. 😉

Wieder mal ein sehr schönes Lauf-Wochenende!

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